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Veröffentlicht am: 16.03.2022

NVM Verkehrszählung ab 23. April 2022 – machen Sie mit!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Mobilität ist für den ländlichen Raum elementar, denn gerade die Bürgerinnen und Bürger in den Dörfern und Städten haben zum Arbeitsplatz, zum Einkaufen und bei täglichen Erledigungen oftmals keine kurzen Wege. Auch zu Fuß, per Rad, Roller oder mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) kommen sie nur bedingt oder gar nicht ans Ziel.

Und das, obwohl „Nachhaltigkeit“, „Umweltschutz“, „Senkung der CO2-Emissionen“ und weitere Begriffe wie diese uns inzwischen beinahe täglich begegnen, sei es in den Medien, im Beruf, in persönlichen Gesprächen oder bei unserem Konsum- und Mobilitätsverhalten. Und das ist gut so – schließlich geht es dabei um nicht weniger als um eine lebenswerte Zukunft für uns alle.

Entscheidend ist natürlich, dass wir diese Begriffe mit Leben füllen. Daher muss auch die Mobilität im ländlichen Raum ständig überprüft werden. Denn hier ist die Rechnung denkbar einfach: Je besser das Angebot, desto mehr Menschen steigen ein, desto weniger Verkehrsbelastung entsteht, desto weniger CO2 wird freigesetzt – und desto mehr Lebensqualität schaffen wir für uns und die kommenden Generationen.

Obwohl diese Rechnung Grenzen hat, wollen wir dem ÖPNV in unserer Region einen weiteren kräftigen Schub nach vorne verleihen, indem wir das Liniennetz konsequent ausbauen, Takte optimieren und attraktive, niederschwellige Angebote erarbeiten. Kernstück dieser Agenda ist die Schaffung des flächenmäßig zweitgrößten Verkehrsverbundes in Bayern ab 2025. Diesem werden neben der Stadt und dem Landkreis Würzburg sowie den Landkreisen Kitzingen und Main-Spessart (bisheriger Verkehrsverbund VVM) auch die Stadt und der Landkreis Schweinfurt sowie die Landkreise Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld und Haßberge angehören.

Daraus ergeben sich zahlreiche Vorteile: So schaffen wir zum Beispiel die Möglichkeit, mit einem durchgängigen Fahrschein im gesamten Verbund unterwegs zu sein: zum einheitlichen Tarif und mit der Option, Tickets digital zu erwerben. Hinzu kommen preislich attraktive Angebote für Familien, ein vergrößerter Mobilitätsradius für Studierende sowie die flächendeckende Einführung eines 365-Euro-Tickets für Schülerinnen, Schüler und Azubis.

Fest steht also: Der ÖPNV in Mainfranken soll für jeden und jede von uns auch im ländlichen Raum um einiges attraktiver werden. Doch natürlich will ein Vorhaben dieser Größenordnung gut vorbereitet sein – und gut heißt in diesem Fall vor allem: lebensnah und die Lebenswirklichkeit der Menschen abdeckend. Daher möchten wir die Angebote, Tarife, Linienführungen und Co. bestmöglich an Ihre Bedürfnisse und Wünsche anpassen – natürlich am Gemeinwohl orientiert.

Die Basis dafür schafft eine mainfrankenweite Verkehrszählung und -befragung, die am 23. April 2022 startet. Ab dann werden in allen öffentlichen Verkehrsmitteln per Ausweis legitimierte und deutlich erkennbare Interviewer/-innen Sie nach Ihrem Mobilitätsverhalten befragen. Um Ihre Zeit dabei nicht über Gebühr zu strapazieren, fragen die Mitarbeitenden lediglich nach Ihren bevorzugten Verkehrsmitteln, den Fahrtzielen und der Häufigkeit der ÖPNV-Nutzung.

Selbstverständlich werden im Rahmen dieser Kurzinterviews keinerlei persönliche Daten erhoben und auch keine Fahrscheine kontrolliert. Die Ergebnisse dieser bis 22. April 2023 angesetzten Befragung fließen dann unmittelbar in unsere weiteren Planungen mit ein.

Sie haben als Bürgerinnen und Bürger also die Möglichkeit, aktiv an der Neugestaltung und Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs in Mainfranken mitzuwirken! Ich bitte Sie daher: Nutzen Sie diese Chance und beteiligen Sie sich an der Befragung – denn jede Antwort bringt uns weiter, ganz wortwörtlich. Ich zähle auf Sie!

 Ihr

Thomas Eberth

Landrat des Landkreises Würzburg